Antikörper von Ephrim B3 könnten bei Re-Myelisierung helfen

Eine kurative Behandlung von MS ist wieder ein Stück näher gerückt.  Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Medizinischen Universität Wien und der Uni für Bodenkultur in Wien hat ein Protein identifiziert, das offenbar bei MS die Ausheilung der auftretenden Schäden an Syelin-Scheiden verhindert. Die ergebnisse der Arbeit wurden in „Acta Neuropathologica“ vorgestellt.

Bei der MS werden nach Schüben immer wieder Regenerationsprozesse beobachtet. „Die Re-Myelinisierung von Schäden bei MS bleibt jedoch meist unvollständig (…)“, fassen die Studienautoren zusammen. Dies, obwohl im Gehirn durchaus Vorläuferzellen für die Myelin-Schieden-Produktion vorhanden wären.

Alles deutet darauf hin, dass in dem Proteinmaterial, das beim Abbau des Myelins bei der MS entsteht, Proteine vorhanden seien, die die Ausreifung von Obligodendrozyten behindern würden. Das Wissenschaftlerteam identifizierte jetzt das Protein EphrinB3 „als wichtigen Mediatio“ dieser Abläufe. „In Präsenz von EphrimB3 können Oligodendrozyten-Vorläufer nicht ausdifferenzieren“, schreiben die Autoren.

In einem Tiermodell mit Ratten führte die Infusion von EphrimB3 zu einer Blockade der Re-Myelisierung. Umgekehrt zeigte sich, dass man durch die Infusion von Antikörpern gegen EphrinB3-Bestandteile diesen Effekt wieder aufheben konnte. „Das weist darauf hin, dass EphrimB3 ein Zielpunkt für Therapien zur Re-Myelisierung bei Krankheiten darstellen könnte, bei denen es zum Abbau von Myelin kommt“, so der Mediziner.

Beim Kongress der Europäischen MS-Forschungsgesellschaft (ECTRIMS) in Barcelona wurde im Oktober 2015 erstmals eine mögliche Therapie für die bisher kaum behandelbare primär fortschreitende MS,  bei der sich der Zustand der Patienten ständig verschlechtert, vorgestellt. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Ocrelizumab. Eine Studie über 24 Wochen hinweg brachte bei Verabreichung des Medikaments eine Produktion des Risikos des Fortschreitens der Behinderung um 25 Prozent. Weiters blieb das Gehvermögen besser erhalten. Die für die MS typischen Entzündiungsherde im Gehirn waren kleiner

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