Heike Fuehr: Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen für Angehörige und Betroffene

buchtitel-akzeptanzBEWÄLTIGUNG einer chronischen Erkrankung, Bewältigung von Depressionen und der Umgang mit diesen: das ist das Thema des Buches. Die Autorin, selbst an MS erkrankt, nutzt ihre Erfahrung als erfolgreiche Bloggerin und den damit verbundenen vielfältigen Kontakten zu chronisch Kranken und bereichert das Buch mit fachlichen Informationen rund um Depressionen, über das Erschöpfungssyndrom (Fatigue), das auch bei vielen Krebspatienten auftritt und über chronische Krankheiten im Allgemeinen.

Sie zeigt Bewältigungsstrategien auf und untermauert diese mit wertvollen pädagogischen Erklärungen und vermittelt somit nicht nur Bewältigungsstrategien für schwer Erkrankte, sondern auch für das Leben an sich!

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Angehörigen chronisch Kranker – ihnen ist ein komplettes Kapitel gewidmet, denn die Erkrankung betrifft auch immer das soziale Umfeld des Betroffenen.

Ein Ratgeber für den Weg zu einem erfüllten Leben, untermalt mit vielen farbigen Fotos und Sprüchen.

Buchdaten:

Heike Führ

Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen / Für Angehörige und betroffene

Verlag: BoD

ISBN 9783739245331

228 (23 farbige) Seiten

Preis: 12,99€

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LESEPROBE

 

Depression und Schlaf: ein Teufelskreis

Ob nun eine Depression Schlafprobleme verursacht oder umgekehrt – diese Überlegung ist müßig. Beides kann der Auslöser für das andere sein und beides kann getrennt voneinander auftreten. Wichtig ist allerdings, dass auf jeden Fall Fachärzte und auch Psychologen hinzugezogen werden.

Fazit:

Depressionen können einem wortwörtlich um den Schlaf bringen. Doch auch umgekehrt besteht eine Verbindung. Wenn mit dem Schlaf etwas nicht stimmt, kann das auf Dauer zu Depressionen führen.

Schlaf und seelischer Zustand hängen eng zusammen. Dies haben auch mehrere Forschungen belegt. Zu wenig oder zu schlechter Schlaf kann sogar zu schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen führen. Die meisten Schlaflabore sind ausgebucht, denn immer mehr Menschen sind von massiven Schlafproblemen betroffen.

Wissenschaftlich ist erwiesen, dass Menschen mit Depressionen andere Schlafmuster im Tief- und Traumschlaf aufweisen als Gesunde. Das bedeutet: weniger Tiefschlaf und mehr Traumschlaf. Solche Merkmale entscheiden über die richtige Behandlung, vor allem bei gleichzeitigem Vorkommen von Depression und Schlafproblemen.

Prinzipiell – das gilt für alle Krankheitsbilder und Symptome – kann nur mit einer vollständigen Krankengeschichte über die richtige Behandlungsmethode entschieden werden. Der Hausarzt wird deshalb häufig die Abklärung beider möglichen Ursachen anordnen. Ein Schlaftagebuch kann hier mehr als hilfreich sein – vor allem in Bezug auf wichtige Anhaltspunkte für die Diagnose spezifischer Depressionen. Denn es ist wichtig, den Unterschied zwischen einem gewissen „Fehlverhalten“ und einem organisch bedingtem Schlafproblem zu erkennen. (Zum Beispiel Erkrankungen wie Schlafapnoe, im Gegensatz zu schlafungünstigem Verhalten, wie Alkoholkonsum oder zu viel Stress vor dem Einschlafen).

Experten raten, dass ein Schlaftagebuch mindestens zwei Wochen lang gewissenhaft geführt werden sollte.

Gerade bei Patienten ab mittleren Alters können Einschlafschwierigkeiten auf Depressionen hinweisen. Eine endgültige Diagnose kann jedoch nur ein Facharzt liefern.

zu-akzeptanzAuffallend ist in allen Statistiken, dass sehr viele Menschen unter Schlafstörungen leiden. Ausschlaggebend für diesen Anstieg ist laut Experten nicht nur zu viel Lärm und Licht unserer heutigen Zeit, sondern vor allem Stress, der wiederum auch Depressionen nach sich ziehen kann.

Heike Führ

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