Kontrastmittel-Ablagerungen in MS-Gehirnen analysiert

Jüngere Studien haben darauf hingedeutet, dass sich gadoliniumhaltige Kontrastmittel, die regelmäßig bei MRT-Untersuchungen eingesetzt werden, dauerhaft in bestimmten Regionen des Gehirns ablagern können. Inwiefern das bei Patienten mit MS zutrifft haben die Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des NeuroCure Clinical Research Centers sowie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in einer Studie untersucht. Laut der Publikation in „Muliple Scleroris Journal“ bergen makrozyklische Präparate gegenüber linearen Wirkstoffen weniger Risiken einer Ablagerung.

Die Kenntnis über Gadolinium-Ablagerungen in den Kerngebieten des Groß- und Kleinhirn haben zu Verunsicherungen bei Patienten und Örzten geführt. Das gilt besonders für MS-Patienten. Bei vielen Betroffenen wird im Laufe des Lebens relativ hohe Anzahl kontrastmittelgestürzter MRT-Untersuchungen durchgeführt. Trotz der besonderen Relevanz  von Gadolinium-Ablagerungen für MS-Patienten gab es bisher kaum Studien dazu.

Die Forscher haben daher den Einsatz von zwei unterschiedlichen Arten häufig genutzter MRT-Kontrastmittel untersucht. Übereinstimmend zu Ergebnissen vorangegangener Untersuchungen konnte nun auch für MS-Patienten gezeigt werden, dass die wiederholte Anwendung eines bestimmten, linearen Kontrastmittel-Typs zur Ablagerung in einem Kerngebiet des Kleinhirns führt. „Bei Patienten, die ein spezifisches makrozyklischs Kontrastmittel erhalten haben, konnten wir keine Hinweise für eine Ablagerung im Gehirn feststellen“, erklärt Michael Scheel, einer der Studienleiter. „In Anbetracht der aktuellen Datenlage haben Kontrastmittel eines bestimmten Typs mit einer lilnkearen Molekülstruktur ein deutlich höheres Ablagerungsrisiko. Kontrastmittel mit einer ringsörmigen, makrozyklischen Struktur scheinen diesen Effekt nicht oder deutlich weniger zu zeigen“, schreiben die Wissenschaftler zusammenfassend. Sie empfehlen, künftig die aktuellen Studienergebnisse im Zuge von kontrastmittelgestützten MRT-Untersuchungen zu berücksichtigen.

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