Marit Müller

Marit Müller

Fotoquelle: (c) studioline Photostudios GmbH

Hallo, ich bin Marit. Meine Diagnose MS bekam ich im Januar 2001.

Bis dahin bin ich in meinem Leben nie wirklich ins Straucheln geraten. Bis dahin habe ich aber auch nie wirklich über mich und mein Leben nachgedacht. Diese Zeit betrachte ich rückblickend als meine blauäugige Zeit: ich war lebensfroh und lebte dennoch oberflächlich.

Anfang meiner 20er Jahre fand ich mich erstmals in sich immer wiederholenden Konflikten wieder, vorzugsweise seelischer Natur. All das konnte ich nicht einordnen. All das habe ich verdrängt. All das gipfelte nach zwei Wochen Krankenhausaufenthalt in der Diagnose „Multiple Sklerose“. Und ich hörte die Ärzte sagen: “ … Da können wir Ihnen zwei Medikamente anbieten, die Sie sich spritzen: Alle drei Tage oder einmal die Woche. Und sonst leben Sie Ihr Leben einfach so weiter wie bisher.“ Und das habe ich gemacht. Ich habe mich für das wöchentlich zu spritzende Präparat entschieden, denn Eins ist weniger als Drei. Ich habe so weiter gelebt wie bisher, ohne zu reflektieren. So tickte ich: Technik gläubig. Ignorant zu mir selbst. Damals war ich gerade 22 … Diese Zeit nenne ich meine blinde Zeit: Mein Körper wurde krank. Ich war blind auf dem Weg in die Krankheit und ich blieb blind für viele Jahre.

Heute lebe ich in einer Zeit der Augenöffner … Die Marit mit 22 kenne ich heute nicht mehr. Würde ich ihr gegenüber stehen, ich würde nur den Kopf schütteln. … Meinen ersten Augenöffner erfuhr ich 2011 während eines Meditations-Retreats. Ohne große Erwartungen angemeldet, erlebte ich durch die Meditation tiefen inneren Frieden und ein Gewahr werden für meinen eigenen Körper. Ich bin heulend zusammen gebrochen, als mir so unmittelbar bewusst wurde, dass ich den Kontakt zu mir selbst verloren hatte, und dass ich tatsächlich mehr bin als nur Kopf, Gehirn und ewig plapperndes Ego.

Seitdem bin ich auf dem Rückweg. Ich habe erkannt, dass mein persönlicher Rückweg über die Seele, über mein Innen gehen sollte. Dass für meinen Rückweg gilt: Gesunder Körper erwächst aus einem gesunden Geist. Seitdem strebe ich nach meinem Ideal: „In mir zuhause“ zu sein. Mich und mein Leben anzunehmen. Mein Rückweg verläuft nicht schnurgerade, hat keine feste Struktur. Ich mäandere gleichzeitig zwischen Theorien, Medizinsystemen, Heilmethoden und Ideen abseits der Norm.

Von der etablierten Schulmedizin erwarte ich heute nicht mehr so viel. Vor allem keine Antworten. Antworten auf das Warum und Wie finde ich seit einigen Jahren vermehrt im Ayurveda. Bereits zweimal war ich für einige Monate in Südindien zu einer speziellen MS-Therapie. Auch wenn ich vielleicht körperlich nicht unbedingt große Verbesserungen erfuhr, so habe ich doch immer wieder meinen Geist besänftigt und meine Seele geheilt. Im Ayurveda sehe ich für mich einen Schlüssel zur Heilung. So sehr, dass ich mich nun auch zur Ayurveda-Gesundheitsberaterin weiterbilde.

Ich folge dem großen Oscar Wilde und weiß: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.“

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