Multiple-Sklerose-Register in Deutschland

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ZUSAMMENFASSUNG

Einleitung:

Unter Federführung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Bundesverband e.V. wurde 2001 ein flächendeckendes MS-Register eingerichtet. Ziel war es, epidemiologische Daten zur Zahl an multipler Sklerose (MS) erkrankter Menschen, zur Verlaufsform der
Erkrankung und zur Versorgungssituation in Deutschland zu erhalten.

Methoden:

Nach Abschluss der zweijährigen Pilotphase wurden der Basisdatensatz modifiziert und neue Zentren rekrutiert. Diese Zentren erhoben zwischen 2005 und 2006 insgesamt 5 821 Datensätze. Nach einer zweistufigen Qualitätskontrolle konnten 5 445 Datensätze (93,5 %) ausgewertet werden.

Ergebnisse:

Im Durchschnitt dauerte es 3,5 Jahre, bis die Diagnose gestellt wurde. Mehr als 70 % der Patienten wurden immuntherapeutisch behandelt. Demgegenüber wurden symptomatische Therapien wesentlich seltener verordnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2006 nahmen 57 Zentren am MS-Register teil: 29 Akutkliniken, 11 Rehabilitationskliniken, 13 Schwerpunktpraxen und 4 regionale MS-Zentren.

Diskussion:

Das MS-Register liefert wertvolle Informationen über die Versorgungssituation von MS-Patienten. Diese Daten liefern die Grundlage für gezielte Maßnahmen zum Ausgleich von Unter- und Fehlversorgung und tragen dazu bei, die Lebenssituation von MS-Patienten zu verbessern.

Dtsch Arztebl 2008; 105(7): 113–9
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0113

Quelle: Deutsches Ärzteblatt / Jg. 105 / Heft 7 / 15. Februar 2008

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