Roland Tassler: Erfahrungsbericht

 „Mein drittes Leben“

Thema: Verbesserung meiner Multiplen Sklerose

Mein Name ist Roland Tassler und seit 2003 leide ich an Multipler Sklerose. Ich musste mit dieser Krankheit schwere Zeiten durchleben. Anfangs bin ich noch am Gehstock gegangen, später habe ich zwei Krücken benötigt, und dann musste ich sogar für drei Jahre im Rollstuhl sitzen. Ich hatte keine Hoffnung auf Heilung. Der Tiefpunkt für mich war aber, dass ich für 1,5 Jahre als schwerer bettlägeriger Pflegefall mit einer 24 – Stundenhilfe mein Leben ertragen musste. Von der Schulmedizin aufgegeben, da Multiple Sklerose als unheilbar gilt, habe ich begonnen eigene Wege aus dieser Abwärtsspirale zu suchen. Ich habe sehr viele einschlägige Sachbücher, Medizinische Bücher und Videos zum Thema Gesundheit gelesen oder mir diese als Hörbücher angehört. Als bettlägeriger Pflegefall hat man in der Regel eher wenig Termine oder sonstige Verpflichtungen, daher lernte ich viel über den Körperaufbau des Menschen. Ich beschäftigte mich mit den verschiedensten Krankheiten und der gesunden Lebensführung.

Schuppenflechte

Roland_1Meine abblühende Schuppenflechte die ich seit ca. 30 Jahre hatte. Durch die Nahrungsumstellung und ein paar selbst hergestellten Kräuterölen konnte ich sie zu 99% ausheilen. Ich habe seit einem Jahr keine Probleme mehr damit. Die Behandlung mit Kortison brachte mir keine Lösung. Das sind die Ekzeme hinter den Ohren. Hier war es gerade komplett verkrustet und darauf zu liegen tat jedes mal weh. Diese Ekzeme hatte ich auch sehr viele Jahre. Hier ist das Ekzem in der Abheilphase. Ich habe viel mit den selbstgemachten Ölen herumexperimentiert bis ich für mich die Lösung gefunden hatte. Das linke Ohr ist frei von Ekzemen und das Rechte ist bis auf eine kleine Stelle auch verheilt. Diese Stelle habe ich aber bewusst „offen“ gelassen, damit ich eine Kontrolle über meinen Darmzustand habe. Das hat Sinn, denn wer Probleme mit der Haut hat, der hat immer auch ein Problem mit dem Darm. Die Stelle hinter meinem Ohr heilt von selbst ab, wenn sich mein Darm regeneriert hat. Ganzheitlich hängt alles zusammen und wenn man weiß wie, kann man viele Krankheiten selbst sehr verbessern oder ausheilen.

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Beinschiene

Roland_2Ich musste jahrelang diese Beinschiene tragen, da die Arthrose in meinem Kniegelenk so stark war, dass sich mein Bein nach hinten durchdrückte. Hätte ich diese Schiene nicht getragen, wäre mein Bein beim Knie nach hinten durchgebrochen. Heute trage ich diese Schiene nicht mehr und ich habe auch die Arthrose zu 100% ausheilen können. Ich habe mir einige selbstgemachte Öle mit Heilpflanzen angesetzt die ich dann täglich verwendete zum Einreiben meiner Gelenke.  Außerdem habe ich auch einige Nahrungsergänzungen verwendet zum Knorpelaufbau. Die Zeiten im Rollstuhl waren schlimm aber es sollte noch schlimmer kommen. Das Gehen wurde immer schwerer und unsicherer, ich stürzte sehr oft und habe einiges an Blutzoll an die Straßen bezahlt. Da beschloss ich den Rollstuhl zu verwenden. Wenn du aber einige Zeit im Rollstuhl sitzt dann baut der Körper sehr schnell ab. Ich wurde durch die ständigen Nervenentzündungen so empfindlich, dass ich dann gar nicht mehr schmerzfrei sitzen konnte. Durch die fehlende Kraft blieb ich immer öfter im Bett liegen, da mir zusätzlich zu den Schmerzen alles zu anstrengend wurde. Dann verbrachte ich 1,5 Jahre im Liegen und ging kaum mehr vor die Türe. Ich wollte nicht, dass mich noch jemand so sehen kann. Ich war immer ein selbstständiger Mensch und dann konnte ich alleine gar nichts mehr tun. Ich wollte nur noch würdevoll sterben. Daher fasste ich den Plan so viel zu essen bis ich einen Herzinfarkt bekomme der mein Leiden verkürzt. Mein Höchstgewicht hatte ich bei 110 kg, aber Herzinfarkt wollte keiner kommen.  Durch das Gewicht aber konnte ich mich dann gar nicht mehr richtig bewegen und Muskeln waren durch das viele Liegen auch nicht mehr vorhanden.  Diese Aussicht von meinem Bett hatte ich sehr lange. Der Kran an der Decke half mir beim Aufstehen und der Strick half mir beim Umdrehen (der hing auch noch für eine andere Botschaft da…). Ich bin fast 24 Stunden am Tag gelegen und hatte eine 24 Stundenpflege. Die Bilder im Hintergrund malte ich selbst, sogar im Liegen habe ich später noch weiter Bilder gemalt. Ich hab auch Ringe aus Papier gebastelt und nur im Liegen gefeilt, geschliffen und poliert. So habe ich viele Stunden am Tag gefeilt und mich beschäftigt nur damit die Zeit vergeht. Diese Ringe habe ich in hunderten Stunden Arbeit nur aus Papier gemacht, mit nur einer Hand! Papier für Papier habe ich einzeln aneinander geklebt und dann bearbeitet. Ich hab für Freunde und Bekannte, Fotos und Briefe verarbeitet zu diesen Ringen. Jeder Ring wurde aus diesen Briefen und Fotos zu ganz persönlichen Erinnerungsstücken. Jeder Ring trägt sozusagen seine eigene Geschichte in sich. Ich hab das aber nicht erfunden sondern nur nachgemacht. Ich wollte nur beschäftigt bleiben.

Ausgangssituation

Roland_3Meine Ausgangssituation war eine rechtsseitige Lähmung, der rechte Arm, die Hand und das rechte Bein waren bewegungs- und gefühllos. Meine Bauch- und Rückenmuskulatur waren sehr schwach und konnten meinen Körper kaum tragen. Mein linkes Bein hatte oberflächliche Gefühlsstörungen und nur eine leichte Krafteinbuße. Der linke Arm war noch zu 100% fit. Ich hatte 110 kg die ich mir hinaufgegessen hatte um mein tristes Leben durch einen Herzinfarkt schneller zu beenden. Zu der Multiplen Sklerose hatte ich noch eine Schuppenflechte die teil- und zeitweise mein Gesicht verschönerte. Zu der Schuppenflechte bekam ich außerdem hinter den Ohren offene, sehr lästige und schmerzhafte Ekzeme.

Dazu noch eine schwere Arthrose im rechten Kniegelenk, die ich als Bonus gratis zur MS bekam. Von den Nebenerscheinungen der MS, wie Spastiken, Krämpfe, Schmerzen und der Fatigue will ich erst gar nicht reden. Ich muss aber gleich dazu sagen, dass man an MS selbst nicht stirbt, da aber das Immunsystem geschwächt ist bekommt man schneller andere Krankheiten. Sehr schwer ist es mit dem Fatigue Syndrom zu leben, das ist eine Begleiterscheinung von MS. Es ist eine extreme Müdigkeit, und man ist ständig erschöpft vom Nichtstun. Schwere Medikamente in höchst Dosen waren eher lebenserhaltend als heilend.

Als ich so im Bett lag und darüber nachdachte was ich tun konnte, wenn es schon kein anderer für mich tut, kam ich auf den lustig -absurden Gedanken: „Wenn ich nicht sterben kann dann werde ich halt wieder gesund!“ Das war anfangs eher als Scherz gedacht, doch wie sagt man so schön, aus Spaß wurde zu meinem großen Glück ernst. Ich hatte zu dieser Zeit alle Stadien des Selbstmitleids, von Wut, Zorn und Frust hinter mir gelassen, und war auf der Suche nach neuen Gedanken sowie Möglichkeiten. Ich hatte ja sonst nichts zu tun. Im Laufe der Zeit und dutzender Fach- und Hörbücher später habe ich so etwas wie den kleinen „Bettdoktor“ gemacht und fühlte mich geistig fit wieder gesund zu werden. Ich hatte nur ein kleines Problem, ich wusste körperlich nicht wie!

So fing ich an mit meiner neuen Lebenseinstellung täglich zu trainieren. Das war Januar 2014!

Der Ausweg

Ich begann damit mir jede Handlung nur geistig vorzustellen, da ich sie körperlich ja nicht ausführen konnte. Zeitgleich begann ich abzunehmen da ich die angefutterten 110kg ja nicht so einfach tragen konnte. Der Anfang dieser Zeit war echt extrem anstrengend, geistig sowohl als körperlich. Nur wenige Minuten der Anstrengung erledigten mich so sehr, dass ich vor Erschöpfung danach gleich für zwei bis drei Stunden einschlief. Aber ich hatte ein Ziel vor Augen, ich wollte wieder gehen können und ein würdevolles Leben führen. Ich trainierte jeden Tag bis zur totalen Erschöpfung und nahm gezielt Gewicht ab, ich wurde immer leistungsfähiger und mit den kleinen Erfolgen stellte sich auch meine Geisteshaltung von lebensverneinend auf lebensbejahend um.

Ich nahm gezielt Nahrungsergänzungen wie zb. Vitamin D3 und Vitamin K2 und noch etliche andere Vitamine und Mineralien die der Körper braucht. Ich habe mir meine eigenen Heilkräutertees zubereitet, da der Körper sehr stark auf Heilkräuter reagiert. Auch habe ich mir meine eigenen Kräuteröle angesetzt und zusammengemischt. Damit habe ich dann meine Gelenke und Gliedmaßen eingerieben. Meine Schuppenflechte im Gesicht habe ich damit vollständig ausgeheilt. Ich habe seit einem Jahr keine Probleme mehr damit. Ein Ekzem hinter dem Ohr ist komplett verschwunden und hinter dem anderen Ohr ist noch eine kleine Stelle vorhanden, aber das ist Absicht um meinen Darmzustand zu kontrollieren. Das ist ganzheitlich gesehen gut so auch wenn das nicht jeder so versteht.

Im März 2014 konnte ich mit Hilfe einer Krücke und meiner Lebensgefährtin einige Schritte gehen. Im April besuchte ich auf meinen eigenen Beinen Gesundheitsvorträge und lernte so noch mehr über den Körper und seine Funktionsweise. Ich entwickelte für mich als Kranker, ein Abnehmprogramm das für kranke Menschen wirkungsvoll und sicher ist. Als kranker Mensch hat man ganz andere Anforderungen an das Abnehmen als ein Gesunder. Ich durfte ja keine Muskelmasse verlieren, da ich diese ja zum Bewegen brauchte.

Ein gesunder, übergewichtiger Mensch verliert beim Abnehmen Fett und Muskelmasse, was er aber leicht wegstecken kann, für einen geschwächten, kranken Körper wäre das aber eine Katastrophe. Du darfst keine Muskeln verlieren, die brauchst du ja zum Bewegen und Gehen.  Ich verlor mit der Zeit also meine überzähligen Pfunde und gewann an Kraft und Ausdauer zurück. Durch mein angesammeltes Wissen über die gesunde Ernährung, sowie das Anwenden wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse gelang es mir mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Es dauerte viele Monate bis ich selbständig wieder gehen lernte. Ich gliederte mich langsam wieder ins Leben ein und bin wieder aktiv geworden.

Das Ergebnis

Roland_4Heute coache ich andere Menschen, egal ob gesund oder krank, denn jeder hat eine Chance im Leben, jeder kann erfolgreich sein in dem was er tut. Ich habe August 2015 mein zweites Buch geschrieben mit dem Namen „Masterplan zum Erfolg“. Das erste Buch, „Mein drittes Leben“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht und kann auf meiner Homepage bestellt werden. In diesem Buch wird mein Heilungsprozess und meine Krankengeschichte erzählt, mit meinen Tagebucheinträgen kann jeder selbst meinen Weg verfolgen.

Die Zeit im Rollstuhl und im Bett zeigten mir, dass es für jeden einen Weg gibt und niemand hoffnungslos sein muss.

Danke für die Zeit und das Interesse fürs Lesen, Fotos und Texte weiter unten.

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